Gesundheitstipp des Monats


Wenn man über Naturheilkunde oder Naturheilverfahren spricht, muß man zunächst einmal versuchen, den Begriff zu definieren. Landläufig werden unter Naturheilverfahren Heilmethoden verstanden, bei denen Heilmittel eingesetzt werden, die in der Natur vorkommen. Diese Definition erscheint aber sehr problematisch, da in der Natur auch höchst giftige Stoffe vorkommen, wie z.B.:
Fingerhut, Tollkirsche, Herbstzeitlose, Goldregen und Giftpilze.

Eine zweite Definition wäre die von
Sebastian Kneipp, der unter Naturheilverfahren die Behandlung von Krankheiten mit natürlichen Elementen wie Wasser, Licht, Luft, Erde , Wärme und Kälte verstand. Nach dieser Definition wäre aber die Homöopathie nach Hahnemann kein Naturheilverfahren.

sbDie heutige gängige und unserer Meinung nach beste Definition besagt, dass man unter Naturheilverfahren Methoden zu verstehen hat, die in der Lage sind, im Organismus vorhandene Reparaturmechanismen in Gang zu setzen oder zu unterstützen, die eine
Selbstheilung des Körpers bewirken. Dieser Ansatz erscheint sehr sinnvoll, wenn man bedenkt, dass wir in uns selbst die perfekte chemische Fabrik besitzen, unsere Leber.   Ferner können wir uns einer hochmodernen Kläranlage bedienen (Nieren), verfügen über ein optimales Transportsystem (Blutkreislauf), ein Abwehrsystem, das selber Antibiotika produzieren kann (Blut/Lymphsystem), ein optimales Datenverarbeitungssystem ohne Jahrtausendproblematik mit eingebauter Softwarepflege (Gehirn/Nervensystem).

Unter diesen Gesichtspunkten muß man Naturheilverfahren begreifen als eine Methode, die sich auf die unterschiedlichste Weise diese körpereigenen Systeme zunutze macht, um eine Heilung herbeizuführen.

Ein wesentlicher Punkt der Naturheilverfahren ist die
ganzheitliche Sicht, sodass nicht nur körperliche, sondern auch geistige und seelische Probleme sowie soziale Umstände in die Betrachtungsweise des Krankheitsbildes mit einbezogen werden. Grundlage aller Naturheilverfahren ist die Ordnungstherapie.

Ferner gehört zur Basis einer naturheilkundlichen Behandlung eine Versorgung des Körpers mit optimalen Nahrungsmitteln (
Vollwerternährung). Weitere Naturheilmethoden sind die Hydrotherapie, Physiotherapie, Phytotherapie, Homöopathie, Akupunktur, Neuraltherapie, Symbioselenkung, Eigenblutbehandlung und viele ausleitende Heilverfahren

Ordnungstherapie ist die Grundlage aller Naturheilverfahren.
Sie läßt sich zurückführen auf den griechischen Arzt Hippokrates. Er ging von einer
Einheit von Körper, Psyche, sozialen Beziehungen und ökologischem Umfeld aus.
Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert den Begriff Gesundheit in Anlehnung an Hippokrates. Gesundheit ist demnach ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.
Hippokrates vertrat also schon vor 2500 Jahren die Meinung, dass der Mensch eine unzertrennliche Einheit von Körper,  Seele und Umwelt darstellt und dass Krankheiten sich entwickeln, indem die Lebensweise, die Ernährung und das soziale Umfeld auf den Organismus ungünstig einwirken, ihn stören und die naturgegebene Ordnung aus dem Gleichgewicht bringen.

Der Mensch sollte in einem möglichst natürlichen und harmonischen Verhältnis zur Natur leben, um für Körper und Geist günstige Bedingungen zu schaffen.
Licht, Luft, Wasser, Schlaf, Bewegung, Belehrung und Nahrung waren damals wesentliche therapeutische Faktoren.

Umfassende Ordnungstherapie sollte
Selbstheilungskräfte oder den "inneren Arzt" aktivieren. Aus diesen Überlegungen heraus ergeben sich für die heutige Medizin, dass es nicht ausreicht, Medikamente einzunehmen, sondern vielmehr als Basistherapie die Lebenssituation zu verbessern,

Denken sie also bitte daran, dass es zwar wichtig ist, die verordneten Medikamente regelmäßig und nach Vorschrift einzunehmen, dass aber zu jeder Heilung einer Erkrankung auch die Ordnungstherapie gehört.

Es gilt also, Ordnung in das eigene Leben zu bringen, d.h. für geregelten Schlaf zu sorgen, für ausreichend Bewegung, ausreichend Aufenthalt an der frischen Luft, Abbau von Stress, Klärung und Bewältigung von persönlichen, familiären oder beruflichen Problemen, Einschränkung von Genussgiften wie Alkohol, Nikotin und anderen Drogen und nicht zuletzt Ordnung in die Ernährung bringen im Sinne einer Vollwerternährung.

nh

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